Unsere Anlässe

Lager

Eine viertägige Reise zu den Indianern, wo die Teilnehmenden in den Stämmen Naskapi, Tutchone, Sekani und Mescalero aufgenommen wurden. Mit eigenen Namen und eigenen Fahnen bestritt man diverse Aufgaben, um am Ende der beste Stamm zu küren.

07.07.2018 - Ein anstengender Tag mit Spektakel am Abend

Nach der Ankunft in unserem Zeltlager bei der MX-Halle in Roggenburg wurden erst wie jedes Jahr die Tischsets gestaltet. Diesmal mit einem Marterpfahl zum ausmalen und den Namen ergänzen. Anschliessend wurden die Zelte bezogen, wobei die älteren Teilnehmerinnen das Tipi-Zelt bezogen und die Jüngeren das 40jährige grüne Zelt. 

Der geschnitzte Marterpfahl wurde nun bunt mit Farben angemalt, sodass dieser direkt ins Auge sticht. Dank der Frauengemeinschaft dürfen wir diesen nun auch beim Heim präsentieren. 

Am Nachmittag spazierten wir an diesem heissen Tag in die nahegelegene Ruine Löwenburg. Dort holten sich die Stämme bei einem Orientierungslauf Punkte. Bei diesem kam es nicht nur auf die Schnelligkeit, sondern auch auf die Ausdauer an.

Am Abend ereignete sich das Spektakel, welches vorallem auch die Leiterinnen erfreute. Bereits bei der Planung wurde viel gelacht und gesungen. Jedes Blauringmädchen wurde auf einen tierischen Indianernamen getauft. Mit Rauchzeichen, Kriegsbemalung und einer Kette, welche eine Federn mit dem Namen trug, wurden die neuen Indianer aufgenommen. Danach wurden auch die Leiterinnen getauft auf kräftige Bäume. Zum Abschluss wurde erstmals das Lagerlied "Indianer" von Gölä gesungen und um das Feuer getanzt. 

08.07.2018 - Pferderennen, Tunier und zum Abschluss ein Postenlauf

Am Sonntagmorgen fand als erstes, bevor wir uns zum Morgenessen zusammensetzten, das Morgenturnen statt. Wir begannen damit den Lagertanz zu erlernen, was für die meisten kein Problem zu sein schien. 

Nachdem Morgenessen und als die Küchendienste erledigt waren, sich alle umgezogen und eingecremt hatten, trafen sich die Indianer beim Marterpfahl zu einem Pferderennen. Es hiess alle gegen alle. Vor jedem Start wurden Wetten abgeschlossen. Das Wettbüro nahm die Wahl des angeblichen Gewinners gerne entgegen. Sobald alle Wettabgaben notiert waren, konnten die Pferde sich an den Start begeben. Alle Pferde wurden vom Publikum angefeuert und absolvierten die Rennstrecke mit Bravour. Die gewonnen Punkte flossen in die Gesamtwertung der Stämme ein.

Währenddessen bereiteten zwei Häuptlinge das Feuer vor, damit wir dann direkt beginnen konnten, die Indianer-Brötli und die Würste zu bräteln, die wir anschliessend zum Salat hungrig verspeisten.

Am Nachmittag fand das Stämme-Turnier statt. Ein Spielfeld war für Ball über die Schnur vorbereitet und das andere Feld um Fussball zu spielen. Die Stamm-Gruppen spielten in beiden Disziplinen gegen alle anderen Gruppen und erzielten so Punkte.
In dieser Hitze war es sehr anstrengend, die ganze Zeit zu spielen, trotzdem zeigten die Mädchen vollen Einsatz. Das Highlight war aus diesem Grund ziemlich sicher die Wasserschlacht, vor dem Duschen.
Traditionell assen wir am Abend Älplermagronen, bevor die Stämme gemeinsam einen Postenlauf absolvierten. Beim Postenlauf gab es verschiedene Wissens- und Geschicklichkeitsspiele, die ein Indianer beherrschen muss. Unsere Indianer begaben sich bei Anbruch der Dunkelheit sehr müde in und nach dem wohlverdienten Schokoladen-Fondue in ihr Zelt schlafen.

09.07.2018 - Geländespiel mit spannenden Werbespots

Der Montagmorgen startete wie üblich mit der Tagwache und dem Morgenturnen. Obwohl immer noch einige Teilnehmerinnen über Muskelkater klagten, übten sich die Mädchen fleissig - unter fachkundiger Anleitung der lachenden Tanne - im Indianertanz. Der Ehrgeiz war gross, da der Auftritt vor den Eltern nicht mehr in allzu grosser Ferne lag. Hungrig machten wir uns anschliessend über das Frühstück her und genossen feines Brot und hausgemachte Konfi.

Nach dieser Stärkung galt es, ein Leder-Säckli zu basteln, welches im Verlaufe des Tages noch eine wichtige Rolle spielen sollte. Eifrig wurde mit Lochzange und Stoff hantiert sowie ein Bändchen geflochten. Währenddessen traf Besuch ein: eine ehemalige Leiterin -  die exotische Palme - stiess zur Lagergruppe hinzu.

Vor dem Mittagessen stand noch ein Highlight auf dem Programm. Die Indianerstämme präsentierten ihre selbst ausgedachten und eingeübten Werbe-Sketches. Zuerst etwas nervös, dann jedoch mutig und selbstbewusst tanzten, sangen und schauspielerten die Mädchen gekonnt auf der Bühne. Um die Vorgaben der Leiterinnen zu erfüllen, mussten im Sketch einige festgelegte Begriffe genannt, mehrmals genossen und diverse Tierrufe nachgeahmt werden. Die Auftritte waren grossartig, die Leiterinnen und auch der Gast sehr begeistert.

Ausruhen durften wir uns im Anschluss bei einem feinen Zmittag: Fleisch vom Grill mit einem grossen Salatbuffet.  

Doch bereits nach kurzer Zeit hiess es wieder Turnschuhe montieren und Sonnencreme einstreichen: ein Geländespiel stand auf dem Programm. Dabei versuchten die Stämme möglichst viele Striche auf ihren Armen zu sammeln, um diese gegen Dekorationsmaterial für ihre Indianer-Kette einzutauschen. Diese konnten sie sich durch das Erfüllen von Aufgaben bei einigen Leiterinnen erspielen. Doch so einfach war das Ganze nicht. Nicht alle Leiterinnen waren den Mädchen positiv gesinnt: einige beraubten die Indianerinnen auch ihrer erspielten Striche durch den Einsatz eines nassen Schwammes.

Erschöpft, aber zufrieden konnten im Anschluss alle Kinder ihre Indianerkette ausschmücken und ein feines Curry-Reis geniessen.

Doch der Tag war noch lange nicht vorbei: als Abendprogramm stand ein Kino-Abend an. Dem Indianer-Motto entsprechend schauten wir den Film „Bärenbrüder“ und knabberten dabei Popcorn.

Zu später Stunde, müde und satt, zogen wir uns in die Zelte zurück und verbrachten eine ruhige Nacht. 

10.07.2018 - Rettung in letzter Not und das Lager war schon vorbei

Am Dienstag ging es nach dem üblichen Morgenturnen und Frühstück weiter mit einem spannenden Spiel der Nachwuchsleiterinnen. Dabei verschwanden auf einem Spaziergang plötzlich mehrere Personen, die von den Bösewichten gefangen genommen wurden. Das Ziel war, diese mithilfe von versteckten Hinweisen zu finden.  Doch aufgepasst, man musste immer bei der Gruppe bleiben, sonst wurde man vielleicht auch entführt! Doch schliesslich haben wir die Vermissten gefunden und konnten sie aus den Händen der Bösewichte befreien.

Nach dieser erfolgreichen Rettung bereiteten wir uns für die Heimreise vor. Ab dann hiess es Mittagessen, packen, Zelte aufräumen, putzen und uns auf den Heimweg machen. Nach diesem arbeitsreichen Tag kamen wir ein wenig früher als erwartet in Erschwil an, was uns die Gelegenheit gab, nochmals die kleine Vorführung für die Eltern zu proben. Als gemeinsamen Abschluss wurde Gölä’s Indianerlied und ein toller Indianertanz aufgeführt.