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Sommerlager 2021 - "Meerwasser oder mehr Wasser?"

Unter dem Motto «Meerwasser oder mehr Wasser» drehte sich unser Blauringlager 2021 rund um das versunkene Schiff «Flying Snail» und dessen Bergung. Tag für Tag bestritten die Forschungscrews in ihren U-Booten die Meere, um das Wrack und dessen Schatz zu bergen. Doch liest selbst, was die drei Crews erlebten…

10.07.2021 - Lager - Samstag

Am ersten Lagertag versammelten sich alle Blauringmädchen um 08:45 Uhr im Heim. Dieses Jahr nicht zur Fahrt in ein Lagerhaus oder auf einen Zeltplatz, denn Corona machte uns einen Strich durch die Rechnung. Nichtsdestotrotz hörten die Mädchen zum Einstieg ins Lager die Geschichte um die Flying Snail:

Im Jahre 1506: Die Kapitänin Mary Read war mit ihrem Piratenschiff der Flying Snail auf der ganzen Welt bekannt. Furchtlos kaperte sie alle Handelsschiffe und war in jeder Seeschlacht mit anderen Piraten unbesiegt. Doch das Wetter auf See zwang sie in die Knie. In einem heftigen Gewitter kenterte die Flying Snail und versank in den Untiefen des Meeres. Mit dem Schiff, der grosse Schatz von Mary Reed.

Diesen Schatz müssen die Mädchen in ihren Forschungscrews während den fünf Lagertagen finden. Je nach Leistungen bei den Tagesaufgaben sinken die Crews mit ihren U-Boot nach unten zum Meeresgrund.

Wie die Tradition es besagt, kreierten unsere Künstlerinnen ihre Tischsets, als Landkarte für die gemeinsamen Essen. Um vollkommen im Thema zu versinken, dekorierten sie unser Bernhardsheim mit einem Netz mit kleinen Unterwasserwesen. Zum Mittagessen verspeisten die Taucher bunte, unfischige Hotburger mit viel (oder wenig) Gemüse. Unter dem Schein der Nachmittagssonne watschelten wir zur Spielarena (Schulhaus Brühl). Dort erwarteten die Mädchen die Taucherguides mit drei Posten, welche ihnen den Abstieg ins Wasser vereinfachten.

Beim ersten Posten «Bowling» standen die Crews vor fünf vollen Flaschen, die es umzuwerfen galt. Der zweite Posten kombinierte das Spiel Memory mit Sport. Abwechselnd rannten die Mädchen über eine gewisse Distanz zu den Karten und versuchten das jeweilige Pärchen aufzudecken. Die Gruppe mit den meisten Kartenpaaren gewann. Die dritte und letzte Herausforderung bestand darin, einen Eiswürfel so schnell wie möglich zu schmelzen.

Zur Freude aller Crewmitglieder bildete eine grosse Wasserschlacht den krönenden Abschluss. Die Wassertropfen flogen über den Asphalt und nach dem anstrengenden Tag konnten die Mädchen das nasse Kühl geniessen.

11.07.2021 - Lager - Sonntag

Wie am Tag zuvor starteten alle Crews gemeinsam den Tauchgang. Nach einem Tag im engen U-Boot kann es doch mal langweilig werden. Deshalb versuchten die Crewmitglieder ihre müden Augen mit einem Tanz aufzuwecken. Wach und eingeturnt wurden die Teams informiert, dass ein grosser Fischverkäufer eine Partnerschaft mit ihnen eingehen will. Die Forschungsteams hatten deshalb das Ziel, für die leckeren kleinen Goldfischchen einen Werbespot zu drehen. Natürlich wurden vom Verkäufer Bedingungen für den Werbespot gestellt. In allen Ecken im Heim wurde gebastelt und geübt, um den besten Spot zu kreieren.

Nach dem feinen Curry-Reis bereiteten sich alle auf den Nachmittag vor. Ausgerüstet mit Sonnenbrille, Hut und Sonnencreme konnten die Leiterinnen nicht erwarten zu erklären, was am Nachmittag läuft. Ein «Riesen-Schiffliversenken» auf dem Schulareal und den benachbarten Strassen. Dafür mussten aber zuerst die Schiffe gefunden werden. Auf dem ganzen Platz wurden Buchstaben und Zahlen kombiniert um die befreiende Antwort «Schiff versenkt» von den Leiterinnen zu erhalten. Doch dies war nur der Anfang.

Nun begann das wirkliche Geländespiel. Münzen erhielten die Crews durch das Beantworten von kniffligen Fragen und das Lösen von Aufgaben. Diese Münzen konnten anschliessend in Munition gewechselt werden. Die teure Munition und die wertvollen Münzen versteckten die Forschenden aber vor den fiesen Piraten und Räuber, die auf dem Gelände unterwegs waren. Mit der Munition wurden anschliessend die verschieden grossen Schiffe im Dorf gesucht und geentert. So sank die Forschungscrew mit der besten Leistung in Richtung des versunkenen Schiffswrack.

12.07.2021 - Lager - Montag

Am Montag gönnten sich die Crew-Mitglieder eine Pause. Sie tauchten zum gelben Coach-U-Boot mit der Aufschrift «Postauto», welches sie in die Weiten des Meeres transportierte. Bei der Durchsage «Passwang» gingen alle von Bord. Mit Rucksäcken und Verpflegung bepackt, mussten zuerst einige Höhenmeter bestritten werden.

Bei der ersten grossen Znüni-Pause wurden wir sogar von verfeindeten Rittern (eine Pfadi) überrascht, die unseren Weg versperren wollten. Zum Glück gehörten wir nicht zu den Rittern der Wasserfallen (andere Pfadi), sonst wären wir nicht an unseren Grillplatz gelangt. Die Augen der Jüngsten glänzten beim Anblick der Wippe bei der Grillstelle und schon stürmten alle darauf. Etliche Zündhölzchen später wurde das Feuer entfacht und das Mittagessen brutzelte auf dem Grill.

Nach köstlichen Marshmallows als Dessert traten wir den Abstieg an. Gefühlte zehntausend Treppen und einige Wasserfälle später fuhren wir mit dem gelben Coach-U-Boot wieder zurück nach Erschwil.

13.07.2021 - Lager - Dienstag

Der vierte U-Boot-Tag startete mit dem Flicken des eigenen U-Boots. Dies erzählte die Geschichte: Nach der gestrigen Pause im Coach-U-Boot habt ihr ganz vergessen euer U-Boot wieder startklar zu machen. Als ihr wieder in eurem U-Boot ankommt ist es völlig verwüstet. Es rinnt, denn ein Dichtungsring fehlt. Ausserdem habt ihr ein Leck, das ihr mit Bauschaum füllen müsst und eure Sauerstoffflaschen sind leer. Als euer Kapitän in das hintere Teil eures Boots gelangt, sieht er, dass ein Propeller fehlt. Zusätzlich ist euer Benzin alle. Weil ihr wisst, dass ihr morgen an das Wrack gelangen werdet, müsst ihr noch Taschenlampen haben, damit ihr im Dunkeln der Ozeane den Schatz entdecken könnt. 

So bestritten die Crews verschiedene Posten wie zum Beispiel ein Kreuzworträtsel lösen, Montagsmaler, ein Piranha-Fressen und Poker mit Wasserballonen. Danach waren unsere Hilfsleiter an der Reihe. Sie veranstalteten auch ein Postenspiel. Dabei war das Ziel ein Posten zu lösen und das Lösungswort bei der Bank in einen Stein zu wechseln. Die Posten waren dabei kreativ verschieden. So musste beim Einen ein Wort erkennt werden und beim Anderen ein Kreuzworträtsel entschlüsselt werden. Ausserdem beschrifteten die Hilfsleiter Steine mit Buchstaben, die die Crews in der richtigen Reihenfolge zu den Wörtern «Muschel» und «Delfin» hinlegen mussten.

Am Nachmittag fand trotz des eher schlechten Wetters ein Orientierungslauf statt. Dabei wurde das ganze Dorf beansprucht. Auch dabei wurden bei einigen Standorten Aufgaben gelöst, Fragen beantwortet, gut zugehört und im besten Fall eine Leiterin im UNO besiegt.

Müde nach den vielen Schritten im Dorf bereitete uns das Abendessen eine Freude. Bestimmte Leiterinnen haben ihr Lieblingsessen «Älplermagronen» zubereitet. Etliche Teller später gestaltete sich das Heim um. Es wurde zum Kinosaal und der Geruch von Popcorn stieg in die Nase. Nach dem Film freuten wir uns auf den morgigen Schatz.

14.07.2021 - Lager - Mittwoch

Schon der letzte Tag des Lagers war angebrochen. Heute kam heraus, wer der drei U-Boot-Crews als erste beim Wrack ankamen. Noch im Morgenschein der Sonne tanzten alle und versuchten sich wach zu kriegen durch Morgensport. Später probten die Taucher noch fleissig an den Werbefilmen weiter und dichteten hier und da etwas Neues dazu. Die Goldfischchen, welche es zu anzupreisen galt, wurden fleissig verschlungen. Zu Mittag holten die Leiter Pommes vom Restaurant Rössli und backten passend dazu für jedes Kind eine Portion Chicken Nuggets.

Am Nachmittag folgten die Aufführungen jeder Forschungscrew. Es war ein Kopf an Kopf rennen. Jede Crew versuchte auf ihre eigene Art die Jury von ihren Goldfischen zu überzeugen. Deshalb musste sich die Jury mit ihren Bewertungen und auch dem Endresultat zurückziehen. Währenddem durften sich die Blauringmädchen alten Sketches und Werbefilme anschauen. Dabei entdeckte sie so manche Person in jüngerer Form, also war das Lachen auch schon vorprogrammiert.

Die erste Crew, welche an das Schiffswrack ankam, stiess auf den Schatz der Flying Snail. Die Siegercrew «Bibedi Babedi Bu» durfte sich über den Schatz hermachen und den Restlichen an die Zweitplatzierten «Meerblitz» und die Drittplatzierten «Die schwimmende Kokosnuss» weitergeben.  Alle Crewmitglieder freuten sich über die verschiedenen Preise, welche auf dem Meeresgrund aufgetischt waren.

So fand eine abenteuerliche Corona-Lagerwoche ihr Ende und alle verabschiedeten sich mit dem Lagertanz voneinander. Jedermann tauchte wieder an die Oberfläche und bahnte sich seinen Weg vollbepackt nach Hause.